Rund 900 Besucher*innen haben am Freitag den Wilhelmplatz in Dortmund-Dorstfeld in einen Ort der Begegnung, des Austauschs und der Demokratie verwandelt. Beim Demokratie-Festival „Vielfalt lieben, Dorstfeld leben“ setzten zahlreiche Vereine, Initiativen, Schulen und Besucherinnen gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Eröffnet wurde das Festival mit einem Auftritt des Kinderchors. Anschließend betonten Friedhelm Evermann, Sonderbeauftragter für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund, und Astrid Cramer, Bezirksbürgermeisterin der Innenstadt-West, in ihren Grußworten die besondere Bedeutung des Demokratie-Festivals für Dorstfeld und den demokratischen Zusammenhalt im Stadtteil. Über 30 Vereine, Initiativen, Schulen und Bündnisse beteiligten sich am „Markt der Vielfalt“ und luden mit kreativen Mitmachaktionen dazu ein, Demokratie und Vielfalt spielerisch zu erleben. Besonders erfreulich war die große Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Die Schülervertretungen des Reinoldus- und Schiller-Gymnasiums organisierten einen Kuchen- und Crêpesstand, Schüler*innen der Martin-Luther-King-Gesamtschule boten alkoholfreie Cocktails an und auch zahlreiche Schüler*innen der Wilhelm-Busch-Realschule waren auf dem Festival vertreten. Viele Kinder und Jugendliche verbrachten den Tag auf dem Wilhelmplatz und nutzten die vielfältigen Angebote.
Ein besonderes Highlight war der Auftritt der Urban City Breakers. Mit ihrer Breakdance-Show begeisterten sie nicht nur das Publikum, sondern bezogen Kinder und Jugendliche aktiv in ihre Performance ein. Für musikalische Highlights sorgte außerdem DJ Generation Sound mit seinem Vinyl-Set. Den stimmungsvollen Abschluss des Festivals bildete das Konzert „Dorstfeld stabil“, das die Quartiersdemokraten gemeinsam mit den Naturfreund*innen Dortmund Nord veranstalteten. Mehrere hundert Besucher*innen kamen allein am Abend auf den Wilhelmplatz, um die Bands Bruchbude und Hinterlandgang zu erleben. Es wurde getanzt, gefeiert und gemeinsam ein deutliches Zeichen für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt gesetzt. Das Konzert fand bewusst parallel zu einem offenen Abend der rechtsextremen Partei Die Heimat statt und machte einmal mehr deutlich, dass der öffentliche Raum in Dorstfeld von einer engagierten demokratischen Zivilgesellschaft gestaltet und belebt wird.
Aufgrund der außergewöhnlich hohen Temperaturen wurde das Programm im Tagesverlauf flexibel angepasst. Dank eines umfassenden Hitzeschutzkonzepts mit kostenloser Wasserstation in der wilma, zusätzlichen Schattenplätzen, Sonnenschutz und verschiedenen Abkühlungsmöglichkeiten konnten Besucher*innen und Beteiligte gut versorgt werden. Einige Programmpunkte wurden verkürzt oder fielen aus. Gleichzeitig entstand eine entspannte Atmosphäre, in der viele Menschen die Zeit für Gespräche, Begegnungen und den Austausch an den zahlreichen Ständen nutzten. Auch zahlreiche Bündnisse und Initiativen wie Blockado, widersetzen, Schwerte gegen Rechts und viele weitere Organisationen informierten über ihre Arbeit und kamen mit Besucher*innen ins Gespräch. Das Demokratie-Festival versteht sich als Ort der Begegnung, an dem demokratisches Engagement sichtbar und erlebbar wird – insbesondere für Kinder und Jugendliche, die sich spielerisch mit den Themen Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlicher Teilhabe auseinandersetzen konnten.
Das Demokratie-Festival findet seit mehreren Jahren auf dem Wilhelmplatz statt. Hintergrund ist unter anderem der große Neonazi-Aufmarsch im Jahr 2018. Seitdem wird der Platz gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartner*innen bewusst mit demokratischen Veranstaltungen, Kultur und Begegnung positiv besetzt. Auch in diesem Jahr knüpfte das Festival an diese Tradition an und setzte gemeinsam mit dem Konzert „Dorstfeld stabil“ ein starkes Zeichen für ein vielfältiges, solidarisches und demokratisches Dorstfeld.
Die Quartiersdemokraten bedanken sich herzlich bei allen Besucher*innen, den mehr als 30 beteiligten Vereinen, Initiativen, Schulen und Bündnissen sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen und Unterstützer*innen, die das Demokratie-Festival möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt allen Helfer*innen, die bereits früh am Morgen mit dem Aufbau begonnen, den gesamten Tag über unterstützt und bis in den Abend hinein beim Abbau mit angepackt haben. Ohne dieses große Engagement wäre ein Festival dieser Größe nicht möglich gewesen. Das Demokratie-Festival wurde von Quindo in Dortmund organisiert. Gefördert wird das Festival durch die Bezirksvertretung Innenstadt-West, die Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund sowie das Landesprogramm NRWeltoffen.




























