Die Covid19-Pandemie betrifft die ganze Gesellschaft und schränkt das alltägliche Leben in vielen Bereichen ein – so auch die Arbeit des Projekts Quartiersdemokraten. Die pandemiebedingten Beschränkungen nehmen auch Einfluss auf die Möglichkeiten des zivilgesellschaftlichen Engagements in Dorstfeld. Mit dem Quartiersdemokraten-Podcast bietet das Projekt ein Format an, mit dem Gespräche und ein Austausch ohne direkten Kontakt ermöglicht werden können. Wir fragen nach, wie die Menschen in Dorstfeld mit der Situation umgehen und was sich im Stadtteil bewegt.

Die erste Folge des Podcasts widmet sich dem Vorhaben eines Bürgerhauses für Dorstfeld: In Dorstfeld fehlt es an einem Treffpunkt für Kulturveranstaltungen und zivilgesellschaftlichem Austausch. Doch das soll sich trotz der aktuellen Lage ab dem Jahr 2021 ändern – auf dem Gelände der alten Waschkaue der ehemaligen Zeche 2/3 in Oberdorstfeld entsteht das neue Bürgerhaus „Pulsschlag“. Für den Podcast haben wir mit Olaf Meyer, dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Dorstfelder Vereine (IDV) und Ralf Stoltze, dem Bezirksbürgermeister Innenstadt-West über die Planung des Bürgerhauses und den Umgang mit den Arbeiten während der Pandemie gesprochen.

Der Podcast über zivilgesellschaftliches Engagement in Dortmund-Dorstfeld – organisiert vom Projekt Quartiersdemokraten. Wir berichten über aktuelle Aktionen und Projekte in Dorstfeld während der Corona-Pandemie und fragen nach, was die Menschen im Stadtteil bewegt. Ihr habt spannende Themen oder möchtet Teil unseres Podcasts werden? Schreibt uns einfach über Twitter, Instagram oder über das Kontaktformular. Wir freuen uns auf euch!

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Aufgrund der Covid19-Pandemie werden wir unsere geplante Veranstaltung am 23. Juni 2020 online anbieten. Der Vortrag als Videokonferenz von 18:30 bis 20:00 Uhr stattfinden.

Für eine sichere und übersichtliche Planung ist eine Anmeldung per E-Mail mit Vor- und Nachnamen, ggf. einer Angabe der Institution sowie dem Einverständnis einer Teilnahme mit Kamerabild an der Videokonferenz notwendig. Anmeldungen nehmen werden über die Adresse kontakt@quartiersdemokraten.de entgegen genommen. Den Link zur Teilnahme sowie weitere Informationen erhalten Sie dann gesondert per E-Mail.

Erziehung mit Haken. Familienbilder als Teil politischer Ideologie

Vortrag und Diskussion mit Tina Leber | Facebook-Event

23. Juni 2020, 18.30 Uhr als Videokonferenz

Das Familienleben extrem rechter Akteur*innen ist oftmals nicht offen einsehbar. Haltungen und Erziehungsvorstellungen wirken sich jedoch direkt auf die Kinder und deren Verhalten in öffentlichen Einrichtungen aus. Geschlechterbilder spielen dabei eine prägnante Rolle. Gleichzeitig treten rechte Eltern zum Teil offen mit ihren Positionen auf und versuchen, Diskurse zu beeinflussen. Erziehungsratgeber oder Posts in Sozialen Medien zielen darauf ab, das Thema politisch nutzbar zu machen und eine Brücke zu schlagen zu unterschiedlichen Feldern rechter Mobilisierung. All dies stellt nicht nur eine Herausforderung für pädagogische Institutionen und ihre Mitarbeiter*innen dar, sondern betrifft gesellschaftliche Werte im Ganzen. Der Vortrag soll über rechte Erziehung und Geschlechterbilder informieren, um danach über Gegenstrategien im Alltag zu diskutieren.

Die Referentin Tina Leber ist Erziehungswissenschaftlerin und Sexualpädagogin. Sie beschäftigt sich mit Kindererziehung und Familienbildern im Rechtsextremismus.

Die Veranstaltenden behalten sich vor auch im digitalen Raum, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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Der gewaltsame Tod von George Floyd durch einen Polizisten sorgt derzeit in den USA für massive Proteste, die sich vor allem gegen den weit verbreiteten und fortwährenden Rassismus richten. Auch hierzulande solidarisieren sich viele mit den amerikanischen Demonstrant*innen und über das Thema Rassismus wird nun wieder viel debattiert. An vielen Stellen wird dabei zu Recht darauf hingewiesen, dass Rassismus keinesweges ein „neues“ Problem ist oder nun „wieder da“ sei. Denn das Gegenteil ist der Fall: Rassismus ist ein wesentlicher Bestandtteil unserer Gesellschaft und sorgt für Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalttaten. In unserem Magazin „Dorstfeld in Bewegung“ setzten wir uns in der Rubrik „Im Blickwinkel“ mit verschiedenen menschenfeindlichen Ideologien auseinander. Nachdem wir bereits vor kurzem einen Text zum Thema Antisemitismus aus der ersten Ausgabe des Magazins veröffentlicht haben, stellen wir nun anlässlich der aktuellen Situation einen Text aus der zweiten Ausgabe online, in dem wir Rassismus in den „Blickwinkel“ genommen haben.

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Heute (15. Mai) ist der digitale Aktionstag gegen Verschwörungsmythen und Antisemitismus der Amadeu-Antonio-Stiftung. Zu diesem Anlass finden zahlreiche Diskussionsrunden und Veranstaltungen im Netz statt, die vor allem dem Zusammenhang von Verschwörungsideologie und Antisemitismus thematisieren. Insbesondere im Zuge der Covid-19-Pandemie verbreieten sich unterschiedliche Verschwörungstheorien, die nicht selten auch eine antisemitische Komponente haben. Um einen kleinen Beitrag zu dem Aktionstag zu leisten, veröffentlichen wir an dieser Stelle einen Text, den wir für die Rubrik „Im Blickwinkel“ der ersten Ausgabe unseres Magazins „Dorstfeld in Bewegung“ verfasst haben. In dem Text erklären wir, was Antisemitismus bedeutet und welche Rolle er im Rechtsextremismus spielt. Wir wünschen eine spannende Lektüre!

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Auch in diesem Jahr werden wir zusammen mit dem ‚Runden Tisch für Toleranz und Verständigung Dorstfeld‘ wieder einmal pro Quartal zu unserer Veranstaltungsreige ‚Dorstfeld im Gespräch‘ einladen. Das Veranstaltungsformat wurde 2019  entwickelt und hat zum Ziel, über das Thema Rechtsextremismus im Stadtteil mit DorstfelderInnen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu diskutieren, welche Gegenstrategien hilfreich sein können. Im ersten Halbjahr 2020 werden im März und im Juni folgende Veranstaltungen stattfinden:

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Auch in diesem Jahr hat das Projekt Quartiersdemokraten wieder eine Ausgabe des Magazins »Dorstfeld in Bewegung« veröffentlicht, welches über zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und gegen Rechtsextremismus im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld berichtet. Mit dem Format eines Stadtteilmagazins soll eine Plattform angeboten werden, die das Engagement der Dorstfelder Zivilgesellschaft transparent und sichtbar macht und damit auch stärken soll. Das Magazin »Dorstfeld in Bewegung« richtet sich damit an alle Personen, die sich für die Situation in Dorstfeld interessieren und mehr über das Engagement vor Ort erfahren möchten. 

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In Kooperation mit dem Jugendring Dortmund veranstalten wir am 3. Dezember einen Vortrag mit der Journalisten Erika Rosenberg an, Sie wird die Lebensgeschichte des Diplomaten Carl Lutz vorstellen, der während des Nationalsozialismus 60.000 Jüdinnen und Juden vor den Vernichtungslagern bewahrte. 

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In diesem Jahr jährt sich die nationalsozialistische Pogromnacht zum 81. Mal. Um hieran zu erinnern, hatte das Projekt Quartiersdemokraten auch in diesem Jahr am 8. November wieder eine Gedenkveranstaltung in Dorstfeld organisiert, die von mehreren Hundert Menschen besucht wurde.

Die Gedenkveranstaltung, die am Mahnmal für die ehemalige Synagoge stattfindet sollte zum einen an die Opfer der Pogromnacht erinnern und zum anderen ein Zeichen gegen aktuellen Antisemitismus setzen. Auch dieses Mal konnten sich BesucherInnen wieder zuvor auf dem Wilhelmplatz mehrere Informationsstände von unterschiedlichen Dortmunder Schulen und Organisationen anschauen. In Pavillons präsentierten hier das Projekt ‚Quartiersdemokraten‘, der Jugendring Dortmund, die Beratungsstelle Back Up, das Respekt-Büro des Jugendamts Dortmund, die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, die Emscherschule Aplerbeck, das Reinoldus- und Schiller Gymnasium sowie die Anne-Frank-Gesamtschule ihre Arbeit und Projekte gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus.

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Aktuell demonstrieren jeden Montag in der Dortmunder Nordstadt Neonazis. Anlass hierfür ist die Übermalung des ‚Nazi-Kiez‘ Graffitis in der Emscherstraße in Dorstfeld sowie die hieraus resultierende Bewachung der neugestalteten Wand durch die Dortmunder Polizei. Die Aufmärsche stellen ein Bedrohungspotenzial für die migrantisch geprägte AnwohnerInnenschaft der Nordstadt dar, zudem skandierten die Neonazis auf den bisherigen Aufmärschen mehrfach antisemitische Parolen. Das Projekt ‚Quartiersdemokraten‘ sowie andere AkteurInnen forderten aus diesem Grund mehrmals ein deutliches Signal der Dortmunder Zivilgesellschaft, die Nordstadt mit den rechtsextremen Aufmärschen nicht alleine zu lassen. Wir freuen uns daher, dass sich nun mehrere zivilgesellschaftliche Bündnisse dazu entschlossen haben, gemeinsam gegen den kommenden Neonazi-Aufmarsch am 14. Oktober aktiv zu werden und unterstützen dieses Anliegen. Im folgenden dokumentieren wir den Aufruf hierzu:

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Auch in diesem Jahr werden wir wieder an die Opfer der Pogromnacht in Dorstfeld erinnern und uns zusätzlich in einem Veranstaltungsprogramm mit Antisemitismus und jüdischen Leben auseinandersetzen.

8. November 2019 | 14.00 Uhr | Jüdisches Mahnmal Dorstfeld, Haltestelle Wittener Straße. Beginn der Gedenkstunde ab 15 Uhr. | Facebook-Event

In diesem Jahr jähren sich die nationalsozialistischen ‚Novemberpogrome‘ zum 81. Mal. Am 9. November 1938 kam es im ganzen Land zu organisierten antisemitischen Angriffen: Synagogen wurden in Brand gesetzt, jüdische Einrichtungen, Wohnungen und Geschäfte wurden zerstört und geplündert. Rund 30.000 Jüdinnen und Juden wurden in Folge in Konzentrationslager verschleppt. Auch in Dortmund brannten Synagogen. Die Pogrome markierten einen gewalttätigen Übergang zu der systematischen Verfolgung von jüdischen Menschen in Deutschland, die in der Shoah, der grausamen Vernichtung von 6 Millionen Jüdinnen und Juden, mündete. Antisemitismus ist in unserer Gesellschaft jedoch weiterhin präsent. Regelmäßig kommt es zu Beleidigungen und Angriffen gegen Jüdinnen und Juden, die dazu führen, das jüdisches Leben in Deutschland weiterhin gefährdet ist.

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